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Otto Waalkes: Bunter Gruß vom Ottifant

Otto Waalkes – Grauer Ottifant bringt Farbe auf die Post Egal, wie grau ein Tag ist – Ottifanten machen ihn noch grauer! Das Markenzeichen von Otto Waalkes muntert die Fans des Kult-Komikers auf und jetzt auch die Kunden der Deutschen Post. Von der neuen Sondermarke lacht das Rüsseltier Schreibern und Adressaten unter einem bunten Regenbogen und blauem Himmel entgegen. So erobert der Ottifant ganz Deutschland und bringt ein Stück seines Schöpfers Otto auf Ihre Post. Seit mehr als 50 Jahren steht Otto auf der Bühne und bringt die Menschen zum Lachen. Seine Comic-Figur, der Ottifant, ist so bekannt wie er selbst – und sieht auch fast genauso aus.

Denn eigentlich startete der Ottifant als Selbstporträt. Schon bevor Otto an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg studierte, malte er fast jeden Tag. Als junger Mann erfand er den Ottifanten, als er sich selbst zeichnen wollte: „Ich habe für die Schülerzeitung immer versucht, mich im Profil selbst zu zeichnen. Aber die Nase ist mir zu lang geraten und alle hielten das Wesen für einen Elefanten. Dann habe ich weiter herumprobiert, das Ganze zum Rüssel verlängert, dazu Spitzohren und Stummelbeine gezeichnet und die Figur nach mir benannt: Ottifant!“ Der Ottifant hat mittlerweile tüchtig Karriere gemacht. Nicht nur, dass er Held verschiedener Comicstrips wurde, 1993 strahlte der Privatsender RTL auch die Zeichentrickserie „Ottis Ottifanten“ aus. Im Schnitt sahen 2,1 Millionen Zuschauer zu. 2001 kam die Serie dann als „Kommando Störtebecker“ sogar auf die Kinoleinwand. Der Einzige, der noch mehr Ottifanten zu Hause hat als die Fans, ist Otto selbst: „Nichts ist mehr frei von Ottifanten. Sie sind einfach überall! Auf meiner Fußmatte, in meinem Geschirrschrank, auf meiner Fensterbank, in meinen Gemälden, auf meinen T-Shirts, sogar in meiner Unterschrift.“ Nach Zeitungen, Fernsehn und Kino kommt der Ottifant jetzt sogar in den Briefkasten: Endlich bekommt er auch noch seine eigene Briefmarke.

 

Serie "Tierkinder": Iltis

Der Europäische Iltis (Mustela putorius), der im größten Teil Eurasiens beheimatet ist, jagt als nachtaktiver Erdmarder vorwiegend auf dem Boden. Seine Lebensräume sind offene Waldränder, Felder und Wiesen, aber auch Scheunen und Ställe. Die Kopfrumpflänge des Männchens beträgt etwa 40 Zentimeter, die Schwanzlänge 13 bis 19 Zentimeter, Weibchen sind deutlich kürzer und auch leichter. Die Brunstzeit fällt in die Monate März bis Juni. Nach sechs Wochen Tragzeit kommen in leeren Kaninchenbauten oder selbst gegrabenen Höhlen durchschnittlich drei bis sieben Junge zur Welt. Sie sind drei bis sieben Zentimeter lang und haben ein weißes Fell. Die Mutter leckt sie ab und bedeckt sie auf einem Heu- und Moosbett mit ihrem Körper.

Die kleinen Iltisse sind gleich sehr lebhaft und lassen eine Art „Nestgezwitscher“ vernehmen. Schon nach drei Wochen verzehren sie das von der Mutter mitgebrachte Fleisch und öffnen nach einer weiteren Woche die Augen. In der Folge beginnen sie zusehends, ihren Bewegungsdrang auch außerhalb des Nestes auszuleben. Langsam werden sie „iltisfarben“, das heißt über dem gelblichen Unterfell färbt sich das Oberfell dunkelbraun bis schwarz. Wenn die Mutter die Kinder bei ihren Ausflügen ums Nest wieder einsammelt, packt sie die Jungen am Nacken, die dann in „Tragschlaffe“ verfallen. Bald ist die Mutter aber mit den Rückholaktionen überfordert und die Jungen tollen in dauerndem Spiel umher und balgen sich um das Futter.

Nach drei Monaten hat der Nachwuchs das Gewicht der Eltern erreicht und die Familie löst sich auf. Nun begeben sich die Jungiltisse allein auf die Jagd nach Fröschen, Kröten, Fischen, Nagetieren, Vögeln und Eiern. Die Beutetiere werden durch Nackenbiss getötet. Ihrerseits sind Iltisse Beutetiere von Fuchs, Wolf, Wildkatze und Greifvögeln. In freier Natur erreichen Iltisse ein Alter von etwa sechs Jahren. Was seinen Schutzstatus angeht, befindet sich der Iltis in Deutschland auf der Vorwarnliste. Akut ist sein Bestand hierzulande nicht gefährdet.

 

Serie "Tierkinder": Wildschwein

„Frischlinge“ werden sie genannt, die braunweiß-gestreiften Tierkinder des Wildschweins (Sus scrofa). Das Streifenkleid vom Kopf bis zum Schwanz ist das auffälligste Erkennungsmerkmal des meist im April geborenen jungen Schwarzwilds, ehe die Färbung nach rund sechs Monaten in das schwarzbraune Borstenfell der erwachsenen Wildschweine übergeht. Im Schnitt bekommen die Bachen pro Geburt fünf bis sechs Frischlinge, welche die mit Pflanzenstoffen weich ausgelegte Nestmulde in den ersten Tagen nach der Geburt nicht verlassen. Wie ihr gesamter Lebensraum liegt auch die Kinderstube unserer heimischen Wildschweine in Laub- und Mischwäldern. Sie bevorzugen Feuchtgebiete, um sich ausgiebig im Schlamm suhlen zu können.

Die Frischlinge wiegen zwischen 800 und 1100 Gramm und werden etwa drei Monate lang gesäugt. Dazu legt sich die Bache auf die Seite, während sich die Jungen entlang der Zitzen aufreihen und durch kräftiges Saugen den Milchfluss anregen. Nach ein paar Tagen verlassen die Frischlinge die Nestmulde und beginnen damit, im Boden zu wühlen. Dabei nehmen sie schon geringe Mengen fester Nahrung auf, etwa kleine Pflanzenteile und weiche Tierstücke. Auf dem Speiseplan stehen Wurzeln, Knollen, Pilze, Baumfrüchte, Insekten und Schnecken. Erwachsene Wildschweine sind Allesfresser.

Wer Frischlinge in der freien Natur zu Gesicht bekommt, muss auf der Hut sein. In der Regel ist die Mutter in der Nähe und bereit, ihren Nachwuchs mit allen Mitteln zu verteidigen. Die Angriffslust von Wildschweinen hat schon manchen Jäger oder Spaziergänger in bedrohliche Situationen gebracht. Die Hauer, die unteren Eckzähne des Wildschweins, sind halbkreisförmig nach oben gebogen und gefährliche Waffen. Zusammenstöße zwischen Wildschwein und Mensch sind in den letzten Jahren sogar wahrscheinlicher geworden. Die intelligenten Paarhufer haben sich auch die Stadt und die Vorgärten der Wohnviertel als Lebensraum erobert. In Berliner Stadtparks etwa ist der Anblick von spielenden Frischlingen keine Seltenheit.

 

1000 Jahre Neunburg vorm Wald

Runder geht’s nicht: Die Stadt Neunburg vorm Wald feiert 2017 mit der ersten urkundlichen Erwähnung vor genau 1000 Jahren ihr Millenniums-Jubiläum. Ein guter Grund, um groß zu feiern – meinen nicht nur die rund 8500 Einwohner des Luftkurortes im Oberpfälzer Seenland. Die Tatsache, dass das Bundesfinanzministerium zu Ehren der Stadt eine Sonderbriefmarke verausgabt, sorgt für Begeisterung: „Ich hätte mir nicht träumen lassen, dass wir das wirklich schaffen“, freut sich Bürgermeister Martin Birner.

Dabei hatte die Stadt im romantischen Schwarzachtal einen postalischen Trumpf im Ärmel: Schon 1615 errichtete die Kaiserliche Reichspost eine Route von Nürnberg nach Prag, die auch über Neunburg vorm Wald führte. Schließlich verbindet die Stadt den bayerisch-fränkischen Raum mit Böhmen. Auch heute noch ist die tschechische Grenze nur 25 Kilometer entfernt. Zur Jubiläumssause 2017 ist ein großes Stadtfest mit Festzug geplant, mehrere Aufführungen des historischen Freilichtspiels „Vom Hussenkrieg“ sowie ein Jahrtausendkonzert mit dem großen Sinfonieorchester der Bayerischen Philharmonie.

 

G20-Präsidentschaft Deutschland

Zum Höhepunkt der deutschen G20-Präsidentschaft werden sich am 7. und 8. Juli die Augen der Weltöffentlichkeit auf Hamburg richten. Die Staats- und Regierungschefs der führenden Industrie- und Schwellenländer treffen sich an der Waterkant zu ihrem regelmäßig stattfinden Gipfel. Veranstaltungsorte sind die Messehallen und das Rathaus. Neben etwa 6000 Delegierten aus den G20-Ländern und
14 internationalen Organisationen werden auch über 3000 Journalisten erwartet, die über das Ereignis berichten. Auch die Gegner des G20-Gipfels und der Globalisierung machen mobil.

Die G20 sieht sich in der Pflicht, die Globalisierung zum Nutzen aller zu gestalten. Die Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer, bestehend aus 19 Staaten und der EU, ist zentrales Forum für die globale wirtschaftliche Zusammenarbeit.
Vom 1. Dezember 2016 bis 30. November 2017 hat Deutschland die G20-Präsidentschaft inne. Eine Sondermarke begleitet das prestigeträchtige Unterfangen, zu dem auch die Ausrichtung des Gipfeltreffens gehört.

 

Serie "Für die Wohlfahrtspflege" 2017: Bremer Stadtmusikanten - Freunde treffen (0,70+0,30 EUR) / Der Überfall (0,85+0,40 EUR) / Im neuen Zuhause (1,45+0,55€)

   

Das Bundesministerium der Finanzen hat ein Zeichen für Zuschlagsmarken eingeführt! Fünf farbige Punkte bilden ein Plus, daneben steht der Leitspruch „Gutes Tun – Mit Briefmarken helfen“. Das Plus finden Sie auf jeder Zuschlagsmarke.

Wer die Bronzeplastik der „Bremer Stadtmusikanten“ an der Westseite des Bremer Rathauses besucht, der wird feststellen, dass die Vorderbeine des Esels ganz blank gerieben sind. Der Grund: Sie mit beiden Händen zu umfassen, soll Glück bringen. Tatsächlich ist die tierische Figurenpyramide ein Sinnbild dafür, wie man sein Schicksal zum Guten wenden kann. Im Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten„, das die Brüder Grimm 1819 in der zweiten Auflage ihrer „Kinder und Hausmärchen„ erstmals veröffentlicht haben, gelingt dies auf beeindruckende Weise.

Aus vier ausgemusterten Haustieren wird eine starke Einheit. Hund auf Esel, Katze auf Hund, Hahn auf Katze: So schlagen die „Bremer Stadtmusikanten“ lärmend die Räuber in die Flucht und nehmen deren Haus in Beschlag. Dabei gewinnen sie eine neue Lebensperspektive. Das Märchen ist ein Hohelied auf den Zusammenhalt. Und es fordert: Nehmt euer Leben selbst in die Hand! Oder, wie es der Esel dem Hahn ins Stammbuch schreibt: „ ...etwas Besseres als den Tod findest du überall.“